Arthritis

Die Differentialdiagnose bei neu festgestellter Gelenkschwellung umfasst je nach Befallsmuster, weiteren Manifestationen und sonstigem Organbefall folgende Erkrankungen: rheumatoide Arthritis, verschiedene Formen der Spondyloarthritiden (Spondylitis ankylosans, Psoriasisarthritis, Arthritis bei entzündlichen Darmerkrankungen), Kollagenosen, Vaskulitiden, Infektionen (septische Arthritis, reaktive Arthritis), Kristallarthritiden (Gicht, Calciumpyrophosphatarthropathie, Hydroxyapatitarthropathie) und metabolische wie auch endokrinologische Erkrankungen mit Arthropathien.

Symptome

Leitsymptom ist der „entzündliche“ Gelenkschmerz: Ruheschmerzen, eher Besserung bei Bewegung, keine Besserung in Ruhe, Dauerschmerzen; oft verbunden mit einer Morgensteifigkeit von über einer Stunde und von Kraftverlust. Zudem besteht auch eine Schwellung der betroffenen Gelenke. Müdigkeit, Adynamie, Inappetenz, subfebrile Temperaturen können ebenfalls auftreten.

Ursachen

Die Ursachen einer Arthritis können vielfältig sein (zum Beispiel Gelenkinfektionen wie bei der septischen Arthritis oder die Ansammlung von Uratkristallen wie bei der Gicht). In vielen Fällen handelt es sich jedoch um auto-immune oder um auto-inflammatorische Erkrankungen: eine Überreaktion des angeborenen oder des erworbenen Immunsystems auf unterschiedliche Reize.

Behandlungsformen

Die Behandlung hängt von der richtigen Diagnose ab. Bei Infektionen oder Gichtarthritis können spezifische Medikamente verabreicht werden, welche die Ursache der Gelenkentzündung angehen. Bei vielen anderen Arthritisformen müssen aber Präparate eingesetzt werden, welche das überreagierende Immunsystem eindämmen. Cortison hat eine hervorragende anti-entzündliche Wirkung. Da die regelmässige Einnahme von Cortison langfristig zu erheblichen Nebenwirkungen führen kann, werden Cortison-sparende Basistherapeutika eingesetzt, welche nicht nur Symptome bessern, sondern auch die Erkrankung und die progrediente Gelenkzerstörung aufhalten können.