Biomarker zur Frühdiagnose der systemischen Sklerose

Da die systemische Sklerose (SSc) in Bezug auf die klinischen Symptome und den Krankheitsverlauf sehr heterogen ist, ist die frühe, aber auch die Langzeit-Behandlung dieser Patienten sehr schwierig. Deshalb möchten wir eine Strategie entwickeln, um den Krankheitsverlaufs sowie den möglichen Befall von inneren Organen mit Hilfe von Biomarkern besser vorhersagen zu können und somit die Patienten in mehrere Untergruppen einteilen zu können. Unser spezielles Augenmerk liegt dabei auf frühen Markern, die es ermöglichen könnten, ein „Therapiefenster“ zu finden, in dem man mit frühzeitiger Behandlung einem späteren irreversiblen Schaden vorbeugen kann. Solche Biomarker existieren derzeit noch nicht für SSc.

 

Unsere Forschungstätigkeit konzentriert sich auf epidemiologische Studien unter Einbeziehung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung. Dabei verfolgen wir Kohorten-SSc-Patienten im frühen bzw. späten Stadium der Krankheit über einen langen Zeitraum hinweg mit Hilfe mehrerer gut organisierter Biobanken. Dies bedeutet zum einen reine Beobachtungsstudien, bei denen der langfristige Krankheitsverlauf begutachtet wird und Risikofaktoren identifiziert werden. Zum anderen werden auch Algorithmen entwickelt, mittels derer der Befall von Organen am besten untersucht werden kann.

 

In einem parallelen Ansatz verwenden wir die Luminex-Technologie, um Protein-Marker im Kreislauf von SSc-Patienten festzustellen, die eine frühe Diagnose ermöglichen und die Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung des Gefäss-Systems ermitteln.