Regulatorische T-Zellen im Kontext von SSc und Autoimmunität

Ziel dieses Projekts ist es, die Interaktion zwischen betroffenem Gewebe in SSc und autoreaktiven Immunzellen zu untersuchen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf regulatorischen T-Zellen (Treg), die äusserst wichtig sind, um autoreaktive Immunzellen unter Kontrolle zu halten.

Wir nehmen an, dass Tregs in SSc entweder funktionell oder quantitativ reduziert sind. Deshalb könnte es den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, Tregs in vitro zu kultivieren und in Patienten zu injizieren oder Tregs in vivo mit Hilfe eines selektiven interleukin-2 (Il-2) Antikörperkomplexes zu expandieren. Diese Therapie könnte dann auch auf andere seltene Erkrankungen übertragen werden, bei denen man annimmt, dass eine Schwächung der Tregs vorliegt, so z. B. beim primären Immundefizienzsyndrom mit Dysregulation des Immunsystems. Zusätzlich könnte diese Therapie auch nach Knochenmarkstransplantationen angewandt werden, einschliesslich Patienten die an seltenen Krankheiten leiden, bei denen das sogenannte chronische „graft-versus-host-disease“ auftritt.

Um diese Hypothesen zu überprüfen, werden wir Experimente an drei Mausmodellen von SSc durchführen, bei denen die Funktion der Tregs entweder verstärkt oder abgeschwächt wird und danach den Einfluss auf Fibrose und Vaskulopathie messen. Das Bleomycin- und das Tsk-1-Modell werden benutzt werden um die frühe entzündliche bzw. späte nicht-entzündliche Phase der Krankheit zu studieren. Zudem werden Fra-2 transgene Mäuse es ermöglichen, die gefässbedingten Veränderungen in SSc zu untersuchen.